12Β· Mai 2011 von Christopher Masterjohn
WΓ€hrend ich mich auf mein GesprΓ€ch bei der NYC dieses Wochenende vorbereite, muΕΏs ich das Bloggen etwas abschwΓ€chen. Somit werde ich nΓ€chste Woche wieder zu unserer regelmΓ€Γigen umfangreichen Wissenschaft zurΓΌckkommen; aber im Moment mΓΆchte ich eine interessante Beobachtung machen.
Im Jahr 1935, ein Jahr bevor die Zeitschrift mit The Journal der American Dental Association fusionierte, verΓΆffentlichte Weston Price einen Bericht ΓΌber seine Reisen durch die SΓΌdsee-Inseln im Dental Cosmos.
Hier ist die Referenz:
In dem Artikel beschreibt Price, wie er in den HΓΌgeln der SΓΌdsee-Inseln nach Veganern suchte, aber stattdessen Kannibalen fand:
Die einheimischen Lebensmittel auf praktisch allen SΓΌdseeinseln bestanden aus einer Kombination von zwei Arten; nΓ€mlich pflanzliche Lebensmittel und MeeresfrΓΌchte. Die erste enthielt die Wurzeln und Spitzen von mehreren Knollen und eine Vielzahl von FrΓΌchten. Die MeeresfrΓΌchte bestanden hauptsΓ€chlich aus kleinen Formen von sowohl hart- und weichschaligen als auch wirbellosen MeeresfrΓΌchten zusammen mit Fischen verschiedener Arten.
Eines der Ziele dieser Reise war es, wenn mΓΆglich, einheimische ErnΓ€hrungskonzepte zu finden, die vollstΓ€ndig aus pflanzlichen Lebensmitteln bestanden, die dafΓΌr geeignet waren, alle Faktoren fΓΌr die vollstΓ€ndige und normale kΓΆrperliche Entwicklung ohne die Verwendung von tierischen Geweben oder Erzeugnissen bereitzustellen.
Es wurde daher eine besondere Anstrengung unternommen, tief in das Innere der zwei grΓΆΓten Inseln einzudringen, wo die Bewohner ziemlich weit vom Meer entfernt lebten, in der Hoffnung, dass Gruppen von Individuen gefunden wΓΌrden, die ausschlieΓlich vegetarisch lebten. Aber in Innern wurden nicht nur keine Individuen oder Gruppen gefunden, die nicht gegelmΓ€Γig MeeresfrΓΌchte erhielten, sondern ich erfuhr auch, dass sie sich darΓΌber im Klaren waren, dass sie nicht lΓ€nger als drei Monate bei guter Gesundheit leben konnten, ohne etwas aus dem Meer zu erhalten. Ein einheimischer Dolmetscher teilte mir mit, dass dies eine der Hauptursachen fΓΌr erbitterte Kriegsfehden zwischen den BergvΓΆlkern und den KΓΌstenstΓ€mmen dieser und aller pazifischen Inseln gewesen sei, da die HΓΌgelbewohner nicht existieren konnten ohne ihre reichhaltig und ΓΌppig pflanzliche ErnΓ€hrung des Berglandes mit etwas MeeresfrΓΌchten zu ergΓ€nzen.
Er teilte mir auch mit, dass die Leute aus dem Berggebiet auch wΓ€hrend der Zeiten der erbitterten Kriegsfehden nachts an die See kΓ€men und in den Verstecken kΓΆstliche Pflanzen hinein legten, die nur in den hΓΆheren Lagen wuchsen. Sie wΓΌrden in der folgenden Nacht zurΓΌckkehren, um die MeeresfrΓΌchte zu erhalten, die von den Menschen aus dem Meer in die gleichen Verstecke gelegt wurden. Er erklΓ€rte, dass diese Boten auch wΓ€hrend der Kriegsfehden nicht gefangen oder gestΓΆrt wΓΌrden.
Dieser FΓΌhrer und viele andere erklΓ€rten mir, dass der Kannibalismus seinen Ursprung in der Erkenntnis der HΓΌgelbewohner hatte, daΕΏs die Lebern und andere Organe ihrer Feinde von der KΓΌste die dringend benΓΆtigten Inhaltsstoffe lieferten, die zur ErgΓ€nzung der pflanzlichen Lebensmittel erforderlich waren. Mehrere sehr gut informierte SΓΆhne von Kannibalen und einige, die angaben, daΕΏs sie “langes Schwein” gegessen hatten, belehrten mich, daΕΏs es allgemein bekannt war, daΕΏs die Leute, die am Meer gelebt hatten und in der Lage waren, viele MeeresfrΓΌchte zu beschaffen, vor allem die Fischer, besonders gesucht wurden, um eine Hungersnot aufzuhalten. Ein Eingeborener erzΓ€hlte mir, er habe eine Insel verlassen, auf der er fischen ging, weil ihm ein Hinweis gegeben wurde, daΕΏs sein Leben wegen seiner BeschΓ€ftigung in Gefahr sei.
Diese Erfahrung ist teilweise ein Beweis fΓΌr die auΓergewΓΆhnliche ErnΓ€hrung, die MeeresfrΓΌchte beinhaltet. Melissa McEwen schrieb kΓΌrzlich darΓΌber in ihrem Beitrag “Being Shellfish“, wo sie anmerkte, dass einige MeeresfrΓΌchte nicht nur nahrhafter als Fleisch sind, sondern auch so wenig Beweise fΓΌr EmpfindungsvermΓΆgen und LeidensfΓ€higkeit aufweisen, dass manche Veganer argumentieren, daΕΏs der Verzehr von MeeresfrΓΌchten im Einklang mit der grundlegenden Ethik des Veganismus ist.
Wenn ich von meiner Reise zurΓΌckkomme, schreibe ich einen umfassenderen Bericht darΓΌber, welche Art von Superlebensmittel MeeresfrΓΌchte wirklich sind.
NatΓΌrlich sehen wir hier auch die weniger glΓΌckliche Tatsache, daΕΏs in einer BevΓΆlkerung, die am Rande des ernΓ€hrerischen Existenzminimums lebt, indem sie alle drei Monate Schalentiere verzehrt, eine Hungersnot sie dazu treiben konnte, schreckliche Dinge zu tun, wie Menschen zu essen, die einen besseren Zugang zu tierischen Lebensmitteln hatten.
Diese Leute waren keine ethischen Veganer. Ethische Veganer werden nicht einmal Honig essen, geschweige denn ihre Feinde. Price merkte in βErnΓ€hrung und physischer Degenerationβ an,Β dass ΓΌberall, wo er Populationen fand, die lange Zeit unter dem Einfluss eines solchen ethischen Systems standen, sie ausnahmslos von ZΓ€hnezerfall und anderen Problemen geschΓ€digt wurden.
Er stellte jedoch auch fest, daΕΏs Einzelne eine groΓe VariabilitΓ€t in ihrer AnfΓ€lligkeit fΓΌr Karies aufweisen, weswegen es uns nicht ΓΌberraschen sollte, wenn es einige Veganer gibt, deren ZΓ€hne bei einer veganen ErnΓ€hrung perfekt bleiben. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um einen erwachsenen Mann oder eine erwachsene Frau handelt, die nicht schwanger ist oder stillt, die eine solche DiΓ€t ausΓΌben, denn die ErnΓ€hrungsbelastungen sind bei diesen Menschen am niedrigsten. Alles, was variiert, weist eine Verteilung auf, und jede Verteilung hat Auswirkungen, in denen ungewΓΆhnliche Dinge vorkommen.
Eine Geschichte wie diese macht mich dankbar fΓΌr die moderne Zivilisation. Ich wΓΌrde lieber unter Menschen mit gewaltfreien ethischen Systemen leben als unter Menschen, die andere Menschen essen. Wo Menschen vegan sind, weil sie es sich so ausgesucht haben, haben diejenigen, die finden, daΕΏs ihre Gesundheit darunter leidet, tierische Lebensmittel auf KnopfdrΓΌck verfΓΌgbar um sich selbst zu retten. Wenn wir uns weise in der Landwirtschaft engagieren, kΓΆnnen wir HungersnΓΆten vorbeugen, BestΓ€ndigkeit gewΓ€hrleisten und die Gesundheit fΓΆrdern.
Wenn wir alle lernen zu koexistieren, kΓΆnnen wir vielleicht eines Tages lernen, einander zu helfen und zu lehren, anstatt sich gegenseitig zu verspotten. Ich glaube nicht, dass Veganer und Fleischesser dies voll erreicht haben, aber wir haben gelernt, ohne BΓΌrgerkrieg zu leben, und das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Letztendlich macht diese Geschichte besonders deutlich, daΕΏs ein enormer Unterschied besteht, zwischen einer kleinen Menge tierischer Produkte und keinen tierischen Produkten. “Meistens vegan” zu sein, ist wie “ein bisschen schwanger” zu sein. Wie ich in meiner Antwort an Dr. T. Colin Campbell und meinem RΓΌckblick auf Dr. Joel Fuhrman’s Eat to Live aufgezeigt habe, kΓΆnnen Tierprodukte, die zwei Prozent oder zehn Prozent der ErnΓ€hrung eines Menschen ausmachen, die Gesundheit der ErnΓ€hrung ausmachen oder verschlechtern, vor allem, wenn dieser kleine Prozensatz etwas unglaublich NΓ€hrstoffreiches ist wie Muscheln oder Austern.
Wenn jemand mit veganer ErnΓ€hrung eine vitale Gesundheit erreicht, werde ich mich fΓΌr ihn freuen. Wir sollten uns jedoch den Tatsachen stellen, dass Menschen mit eingeschrΓ€nktem Zugang zu tierischen Produkten oft groΓe Anstrengungen unternommen haben, um zumindest einige tierische Produkte in ihre ErnΓ€hrung einzubeziehen. Und das haben sie aus einem bestimmten Grund getan.
Lies mehr ΓΌber den Autor Chris Masterjohn PhD hier.


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